Editorial

Die Umsetzung der Industrie 4.0 hat gerade erst begonnen, doch die Kritik an dem Konzept nimmt immer mehr zu. Besonders deutlich kommt sie von Digitalisierungskennern, da ihnen der Industrie-4.0-Ansatz deutlich zu kurz greift. Denn die deutsche Industrie interpretiere I 4.0 bislang vor allem als Techniklösung in der Produktion. Es gehe ihr um Daten und Vernetzung zur Optimierung der Herstellung: weniger Fehler, weniger Ressourcenverbrauch, höhere Geschwindigkeit, sinkende Personalkosten. Und da ende auch schon die Vision der Digitalisierung. Mindestens ebenso wichtige Aspekte wie neue Geschäftsmodelle (siehe CEDO#2) und Kundenorientierung (siehe CEDO#1) fielen unter den Tisch.

Aktuelle Befragungen stützen die Einschätzung der Kritiker. Die Digitalisierung wird in erster Linie als neue Technologie – wie auch die Datenverarbeitung schon eine war – betrachtet. Diese Sichtweise wird aber immer nur zu einer Evolution, nicht aber zu einer Transformation und erst recht nicht zu einer Disruption führen können. Regelmäßige CEDO-Leser wissen: Der weitaus größere Werthebel liegt im Kundennutzen, nicht in der graduellen Produktverbesserung. Nur wer sein Unternehmen radikal am Kundennutzen ausrichtet und die Prozess- und Organisationsstrukturen schafft, um diesen dann auch realisieren und anbieten zu können, wird weiter vorn mitspielen. Alle anderen verkommen zu Zulieferern. Wer lieber Apple statt Foxconn sein will, sollte sich umfassend mit den Voraussetzungen und Implikationen der Digitalen Transformation auseinandersetzen. CEDO ist auf diesem Weg Ihr verlässlicher Begleiter.

Das wissen Sie alles schon – allein Ihr Unternehmen ist zu beharrlich in seinen Strukturen und Abläufen? Dann machen Sie doch resistente Kollegen auf CEDO aufmerksam. Diese können sich einfach unter cedomag.com kostenlos anmelden.

 

Die Redaktion