Editorial

Volatilität managen: Derzeit gibt es unterschiedliche Ansätze, wie sich Entscheider dieser Herausforderung annehmen. US-Präsident Donald Trump verfolgt die Variante „Volatilität schaffen, und zwar konstant“. Dafür erntet er viel Kritik, aber auch Lob, wie vom bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Der freut sich über die Konsequenz und Geschwindigkeit, mit der Trump seine Wahlversprechen umsetze. Es sei dahingestellt, ob es sich bei Trumps Vorgehen um „Lösungen“ handelt. Man wünscht beiden, dass sie sich mehr mit neuen Denkansätzen beschäftigen. Hätten sie sich beispielsweise mit Design Thinking auseinandergesetzt, sie hätten schnell gemerkt, dass iterative Lernprozesse und die Vorstellung, sich in das Gegenüber hineinzuversetzen, große Erfolge versprechen. Zugegeben, derzeit wird Design Thinking etwas inflationär als Allheilmittel gegen Innovationsmüdigkeit gehandelt (Seite 6). Doch abseits dieser Debatte zeigt sich: Design Thinking kann sehr viel bewegen (Seite 10). Nicht umsonst setzt VW-Digitalchef Jungwirth auf Elemente des Design Thinkings: damit eine behäbige Organisation etwas spritzigere Ideen produziert (Seite 14). Und womöglich auch deshalb, um einer angespannten Atmosphäre zu etwas mehr Lösungsorientierung zu verhelfen. Nicht nur komplexe Organisationen tun gut daran.

 

Eva Roßner
Verantwortliche Redakteurin