Trend zur Automatisierung

Robotik und Automation erzielen Rekordumsatz in Deutschland
Die Hersteller von Robotik und Automation blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Dank starker Nachfrage aus der Industrie sind auch die Prognosen für 2018 hervorragend.
TEXT: Martin Pirkl

Im vergangenen Jahr erreichte die Branche mit 14,5 Milliarden Euro einen Rekordumsatz. „2017 war für unsere Industrie ein sehr starkes Jahr“, sagt Norbert Stein, Vorstand beim VDMA Robotik + Automation. Zwischen 2010 und 2017 wuchs der Wirtschaftszweig im Durchschnitt jährlich um zehn Prozent und konnte damit seinen Umsatz in diesem Zeitraum nahezu verdoppeln.

Hauptgrund für das Wachstum war der Export. Vor allem in Asien war die Nachfrage nach deutschen Produkten groß. Der Exportumsatz mit China wuchs allein im vergangenen Jahr um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt China das wichtigste Absatzland. Auch in anderen asiatischen Ländern sowie in Nordamerika nahmen Importe aus Deutschland zu. Europa bleibt trotz geringer Wachstumsrate als Region der Hauptabnehmer deutscher Robotik und Automation. 60 Prozent aller exportierten Produkte landeten dort.

Die Branchenexperten des VDMA gehen auch für 2018 von einem starken Wachstum aus. Die Zunahme von automatisierten und digitalisierten Fertigungsprozessen sorge für eine steigende Nachfrage nach Robotik und Automation, heißt es. Wachstumsimpulse gehen unter anderem von Autoherstellern und Zulieferern aus, die verstärkt in Elektro- und Hybridantriebe investieren. Dadurch werden neue und modernere Fertigungsanlagen notwendig. Die VDMA Robotik + Automotion rechnet trotz protektionistischer Tendenzen auf den Weltmärkten für 2018 mit einem Branchenwachstum von 9 Prozent.

Was die Hersteller freut, kann zu Leid bei den Kunden führen. Durch die ungewöhnliche hohe Nachfrage nach den neuen Technologien verlängern sich die Lieferzeiten für die Systeme.