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Platform-BMC, CDO-Club, Industrie-4.0-Orte, SmartFactory OWL, Kollaboration

BUSINESS MODEL CANVAS FÜR PLATTFORMEN

Die bekannten Geschäftsmodellentwicklungshilfen Business Model Canvas (BMC) und Lean Canvas, die ob ihrer klaren Struktur nicht nur bei Start-ups beliebt sind, sind um ein Modell erweitert worden: das Platform Business Model Canvas (P-BMC). Damit soll die Entwicklung der besonders begehrten Plattform-Geschäftsmodelle, wie sie beispielsweise von Airbnb, Youtube oder Salesforce entwickelt worden sind, erleichtert werden. Die Herausforderung bei Plattformen liegt in der Verknüpfung mehrerer externer Parteien: Produzenten, Konsumenten und Partner. Vierter Player ist der Plattformeigner. Die Produzenten sind die Anbieter der Waren (Wohnungen, Autos etc.), die Konsumenten die Kunden; die Partner können Technologieanbieter, aber auch Werbetreibende sein. Bei Youtube sind die Werbepartner die Haupteinnahmequelle, nicht die Videoproduzenten. Das von Matthias Walter, Leiter des Business Model Innovation Labs bei T-Systems Multimedia Solutions, und Niels Hoogendorn (Creatlr.com) entwickelte Canvas ist in vier Quadranten sowie drei konzentrische Kreise aufgeteilt. Mehr Informationen, Beispiele und eine Download-Möglichkeit:

https://www.deutsche-startups.de/2016/04/05/endlich-ein-canvas-fuer-plattform-geschaeftsmodelle/


10 deutsche CDO's haben sich Mitte März bereits zum zweiten Mal im Rahmen des CDO Executive Circle getroffen. Die Runde, an der CDOs aus Unternehmen über 1.000 Mitarbeitern teilnehmen, soll dem zielgerichteten Erfahrungsaustausch rund um die digitale Transformation dienen. Ins Leben gerufen wurde der Circle Ende 2015 von den Beratungshäusern DTG Digital Transformation Group, EIM Executive Interim Management GmbH und der Hochschule Aalen. Die nächste Runde soll am 20. und 21.06.2016 in München stattfinden. Interessierte CDOs können sich bei Markus Gerbershagen von EIM melden: m.gerbershagen@eim.com


Ein Drittel von 100 I-4.0-Orten

SEIT HERBST VERGANGENEN JAHRES LÄUFT DER WETTBEWERB „100 ORTE FÜR INDUSTRIE 4.0 IN BADENWÜRTTEMBERG“. Doch bislang finden sich erst 33 Orte im Musterländle – vor allem im Stuttgarter Raum. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem ein „Navigationssystem für den Arbeitsplatz“ von Schnaithmann Maschinenbau, eine digitale Schichtplanung von Borg Warner sowie ein gestengesteuertes Fahrzeug zum Einsatz in der Intralogistik von Bär Automation, einem 100-Mann-Unternehmen aus Gemmingen. Auch bekannte Großunternehmen wie Bosch, Kärcher, EBM Papst, Carl Zeiss oder Wittenstein zählen mit unterschiedlichsten Projekten zu den Preisträgern. Die Plattform der ausgezeichneten Orte, Unternehmen und Projekte finden Sie unter www.i40-bw.de/100_places/. Die Auszeichnung umfasst eine Ehrenurkunde, die Aufnahme auf die Übersichtsplattform und in den Kompetenzatlas des Landes Baden-Württemberg.


DEMOFABRIK SMARTFACTORYOWL ERÖFFNET

Die Forschungs- und Demonstrationsfabrik SmartFactoryOWL (OWL steht für Ostwestfalen- Lippe) in Lemgo wurde Mitte April offiziell eröffnet. Die Fabrik ist mit einer realen ITund Produktionsumgebung im Wert von 5 Millionen Euro ausgestattet und soll als Versuchsund Demonstrationsplattform sowie als Lernumgebung für Wissenschaftler und Studierende dienen. Um Potentiale von möglichen Investitionen relativ günstig eruieren zu können, stehen Projektflächen zur Verfügung, auf denen Maschinen oder Anlagenteile temporär aufgebaut und im Pilotbetrieb mit Industrie-4.0-Lösungsbausteinen getestet werden können. Initiatoren der SmartFactoryOWL sind die Hochschule OWL und die Fraunhofer-Gesellschaft.


LET’S WORK TOGETHER!

Deutsche Großunternehmen haben im internationalen Vergleich beim Thema Kollaboration offenbar die Nase vorn. Sieben von zehn Großunternehmen haben bereits eine globale Kollaborationsstrategie erstellt – im internationalen Vergleich gilt dies nur für rund 60 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie des IT-Dienstleisters Dimension Data, einer Tochter des japanischen NTT-Telekomkonzerns. Die technischen Kollaborationslösungen wie Webkonferenzen, Videoübertragungen oder Instant Messaging sollen gerade in der länderübergreifenden Zusammenarbeit die Produktivität erhöhen und den Umsatz steigern.