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KMU-Blechbearbeiter, Akustiksensoren, Bosch, Eon, I 4.0

BLECHBEARBEITER GRÜNDEN I-4.0- INITIATIVE

Produzierende Unternehmen der Blechbearbeitung wollen zum Thema Industrie 4.0 künftig enger kooperieren. Dazu haben sie eine Herstellerinitiative gegründet, die Ende September in Bad Wörishofen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Die Vereinigung von kleineren und mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauern will nach Eigenauskunft das große Potential einer vernetzten Fertigung im Sinne der Anwender erschließen. Grundsätzlich sei die Vereinigung offen für alle Unternehmen mit Kunden im Bereich Produktion und Fertigung. Eines der Gründungsmitglieder ist Microstep Europa, unterstützt wird die Initiative unter anderem vom VDMA Bayern, vom Fraunhofer IGCV in Augsburg, von der IHK Schwaben, vom TÜV Süd und vom bayerischen Wirtschaftsministerium. Schirmherrin ist die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Ein Name für die Initiative wurde bislang noch nicht genannt.


ZUHÖREN LERNEN SOLL DIE INDUSTRIE4.0

Wenn es nach dem Verbundprojekt ACME 4.0 geht. Das vom BMBF mit 3,5 Millionen Euro geförderte Projekt soll energieautarke, akustische Sensorik für den Einsatz in Industrieanlagen entwickeln. Bis März 2019 soll eine hochintegrierte Sensorplattform stehen, die ohne Verkabelung in Anlagen integriert werden kann. Über Energie-Harvesting sollen diese sich selbst mit Energie versorgen. Einsatzgebiete wären u.a. die Qualitätskontrolle von Halbleiterprodukten oder die Fehlererkennung bei Axialkolbenpumpen. Beteiligt sind von Unternehmensseite Bosch Rexroth, Infineon und Cosynth sowie der Verein Edacentrum.


Wenig I-4.0- Selbstvertrauen

WER HAT DENN NUN DIE NASE WELTWEIT BEI DER INDUSTRIE 4.0 VORN? Einer PwC-Untersuchung vom Jahreswechsel 2015/16 zufolge waren es Deutschland und Japan. Unternehmen in diesen beiden Ländern seien am weitesten bei der Digitalisierung interner Prozesse und damit auch bei der Vernetzung horizontal über die Wertschöpfungskette fortgeschritten. Doch die deutschen Unternehmen sehen sich selbst deutlich kritischer. Eine aktuelle VDE-Befragung ergab, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen Sorge haben, künftig nur noch in der Kreisliga zu spielen. Dabei sind es nicht die japanischen, sondern die US-amerikanischen Entwicklungen, die eine dominante Rolle spielen könnten. Denn bei technischer Software und Internetplattformen hätten die USA deutlich die Nase vorn. Jeder zweite VDE-Befragte fürchtet, dass die deutsche Industrie zu lange an klassischen Technologien und Geschäftsmodellen festhalte.


BOSCH-LEHRLINGE LERNEN I 4.0

Industrie 4.0 und die damit einhergehende Vernetzung zwischen unterschiedlichen Fachbereichen wird Bestandteil der Lehrlingsausbildung bei Bosch. Dafür werden die bestehenden Lehrpläne um I-4.0-Elemente erweitert. So sollen die Azubis mehrere Praxiseinsätze in berufsfeld- übergreifenden Projekten meistern, um so die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen kennenzulernen. Auch erwartet sich Bosch davon einen Ausbau der Kommunikationsfähigkeiten der Auszubildenden. Am Standort Homburg lernen Bosch-Azubis schon im ersten Lehrjahr intelligente Arbeitsplätze kennen. In den weiteren Jahren bauen sie einen Roboterstand und ergänzen eine Funkstrecke, um Daten mit einem Tablet auszutauschen.


TIMMSWIRDEON-CDO

Matthew Timms leitet seit dem 1. August 2016 die neue DigitalBusiness-Unit von Eon. Timms hatte davor das Digitale Geschäft bei SAP in London geführt und Programme zur digitalen Transformation bei verschiedenen internationalen Banken geleitet. Die Digital-Business-Unit soll marktgerechte digitale Produkte und Kundenlösungen entwickeln, aber auch die Digitalisierung von Prozessen und Big-DataLösungen verantwortlich vorantreiben. Schon heute nutzen mehr als 1 Million Eon-Kunden die mobile App „Smart Check“.