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GE, Modern Meadow, Jumia, Opto 22, NYC

NEUER CDO FÜR DIE STADT NEW YORK

SREE SREENIVASAN, BISLANG CDO BEIM METROPOLITAN MUSEUM, WIRD IM OKTOBER SEINE NEUE STELLE ALS CDO DER STADT NEW YORK ANTRETEN. Sreenivasan wird dann schon der dritte CDO von New York sein. Er soll unter anderem dafür sorgen, dass New York die technologiefreundlichste und transparenteste Stadt der Welt wird, kündigte Bürgermeister Bill de Blasio an. Sreenivasan war rund 20 Jahre als Professor an der Columbia Graduate School for Journalism tätig und der erste CDO der Universität.


WATCH OUT: MODERN MEADOW

Modern Meadow, ein BiofabricStart-up, hat eine Series-BFinanzierung abgeschlossen. Damit stehen dem US-Unternehmen insgesamt 53,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung, um die Aktivitäten im Bereich der künstlichen Materialien auszuweiten. Modern Meadow ist auf die künstliche Herstellung von Leder spezialisiert. Der Vorteil – außer dass keine Tiere für die Lederherstellung getötet werden müssen – liegt in der Makellosigkeit des Bio-Leders: Es gibt weder Haare noch Fett in der Oberfläche. So entfallen auch giftige Bearbeitungsprozesse. Da der Herstellungsprozess zudem beeinflusst werden kann, können Materialien nach Wunschvorgaben hergestellt werden. Allerdings steht Modern Meadow erst am Anfang der Entwicklung. Daher sind bislang keine verlässlichen Aussagen über die Kosten und Preise – und damit verbunden die Wettbewerbsfähigkeit des Leders – möglich. Ebenso ungewiss ist, ob das Material wirklich die klassischen Ledereigenschaften besitzt, um vom Kunden angenommen zu werden.


IIOTKOOPERATIONEN MIT CHINA

Die beiden Technologieriesen Huawei und GE wollen gemeinsam die Entwicklung von innovativen Applikationen für das Industrial Internet of Things (IIoT) vorantreiben. Dabei bringt GE seine „Predix IIoT Application Platform“ ein, Huawei steuert die notwendigen IoT-Gateways, Netzwerkcontroller, Verbindungsmanagement-Plattformen und die Big-Data-Plattform bei. So heißt es von Huawei dazu: „Die nächste Dekade wird erfolgskritisch sein für den erfolgreichen Übergang in die digitale Wirtschaft. Kein Unternehmen kann all die damit verbundenen Herausforderungen allein angehen.“ Neben der Kooperation weitet GE seine chinesischen IIoT-Aktivitäten auch mit einer „Digitalen Gießerei“ (im Original: Foundry) in Schanghai aus. GE will damit nicht nur 200 neue Arbeitsplätze schaffen, sondern auch 1.000 Entwickler anziehen. Zehn industrielle Pilotprogramme und 40 Big-Data-Analyse-Applikationen sollen dadurch beschleunigt entwickelt werden. Die erste Digital Foundry gibt es bereits in Paris, zwei weitere sollen folgen. Auch Siemens ist in China Kooperationen eingegangen. So sollen mit der JIER Machine Tool Group und Sedin Engineering sogenannte Digitale Zwillinge, also digitale Nachbildungen von realer Fabrikation zu Simulationsund Entwicklungszwecken erstellt werden. Insgesamt will Siemens 1 Milliarde Euro in den kommenden fünf Jahren für Digitalisierung und Automation investieren.


AFRIKAS ERSTES EINHORN

Auch Afrika hat nun ein „Einhorn“ – ein junges Unternehmen, das mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet wird. Jumia – bis vor kurzem noch unter dem Namen Africa Internet Group (AIG) bekannt – heißt das Unternehmen, das neben Goldman Sachs und MTN Group insbesondere Rocket Internet zum Investorenkreis zählt. Jumia ist inzwischen in 23 Märkten Afrikas aktiv und konzentriert sich auf E-CommerceAnwendungen im B2C-Bereich, darunter eine Art Amazon-Klon.


UPDATE FÜR SNAPSENSOREN

Opto 22 hat ein kostenloses Software-Update für seine „Snap PACs“ (Programmable Automation Controllers) vorgestellt, das Nutzern Zugang zu Milliarden von bestehenden Sensoren und Maschinen ermöglichen soll, die bislang noch nicht mit dem IIoT verbunden sind. Die Technologie basiert auf der RestNetzwerk-Architektur (Representational State Transfer). Opto 22 ist nach Eigenaussage das erste und einzige Unternehmen der Branche, das eine solche Lösung anbietet.