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VDE/DKE STELLT GESCHÄFTS- FÜHRER DES SC I 4.0

Der Standardization Council Industrie 4.0 (SC I 4.0), eine Initiative deutscher Industrieverbände und Normungsorganisationen, hat mit Reinhold Pichler einen neuen Geschäftsführer gefunden. Pichler verantwortet seit Jahresanfang bereits das VDE Competence Center Industrie 4.0. Als Geschäftsführer des SC I 4.0 wird er mit der Koordination und Initiierung neuer und existierender Standards im Bereich Industrie 4.0 befasst sein sowie diesbezügliche Interessen der deutschen Industrie gegenüber internationalen IT- und Internetkonsortien vertreten. Eine Kernaufgabe des SC I 4.0 ist zudem die Etablierung gemeinsamer Regeln und Strukturen von bisher getrennten technischen Bereichen wie Produktion, Energiesystemen und Verkehrsinfrastruktur. Der SC I 4.0 war erst auf der Hannover Messe 2016 u.a. von VDE/ DKE, Bitkom, DIN, VDMA und ZVEI gegründet worden. Er ist an die Plattform Industrie 4.0 angebunden.


Über 2 Jahre lang dauert die sogenannte Lernreise Industrie 4.0, bei der Unternehmen aus Baden-Württemberg insgesamt zehn Vorreiter im Bereich der Industrie 4.0 besuchen können. Initiiert wurde die Lernreise von Robert Bosch, dem Fraunhofer IPA und dem Macils Management Centrum. Bei der Auftaktveranstaltung Ende Juni besuchten mehr als 140 Teilnehmer aus 30 Unternehmen die Referenzfabrik von Bosch in Blaiach. Am 10. und 11. Oktober steht ein Besuch bei SEW Eurodrive in Bruchsal auf dem Plan. Weitere Informationen erteilt Paul Thieme, Telefon +49 711 970-11 16 von der Stuttgarter Produktionsakademie.


Die vier I4.0-Denkstile

Bei der Industrie 4.0 – international eher unter dem Stichwort industrial internet of things (IIOT) bekannt – legen unterschiedliche Wirtschaftsräume laut einer Studie der deutschen Akademier für Technikwissenschaften (ACATECH) sehr unterschiedliche Schwerpunkte. Diese sind vor allem den bisherigen wirtschaftlichen Stärken geschuldet. So liegt der Fokus der US-amerikanischen IIoT-Aktivitäten auf dem starken IKT-Sektor und dem Kundennutzen, während in Deutschland Maschinenbau und Elektronik die wichtigsten Treiber der digitalen Revolution sind, die die deutsche Technologieführerschaft ins digitale Zeitalter überführen sollen. China wiederum legt viel Wert auf eine hohe Geschwindigkeit im Aufbau neuer Lieferketten – vor allem Advanced Manufacturing steht im Mittelpunkt, um den relativ geringen Automatisierungsgrad zu erhöhen. Japan und Südkorea fokussieren auf die Produktivität, beispielsweise dank digitaler Kanban-Systeme.


TRUMPF BAUT I4.0- DEMOFABRIK IN CHICAGO

Der deutsche Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf will 2017 eine rund 5.500 Quadratmeter große Industrie-4.0-Demonstrationsfabrik für die gesamte „Prozesskette Blech“ im nordamerikanischen Chicago er- öffnen. Von der Beauftragung eines Blechbauteils über die Konstruktion und Herstellung bis schließlich zur Auslieferung sollen alle Prozesse miteinander verbunden sein. Anders als bei den bisherigen klassischen Vorführzentren liegt der Fokus nicht auf den Fähigkeiten der Einzelmaschinen, sondern auf dem Materialund Informationsfluss. Trumpf bezeichnet seine I4.0-Angebote als „TruConnect“. In der Demofabrik sollen initial rund 30 Mitarbeiter tätig sein; die Kosten dürften rund 13 Millionen Euro betragen.


MOLLATHWIRDMESSE-CDO

Ein insgesamt ruhiger Monat in Sachen CDO-Neueinstellungen in Deutschland. Die wichtigste Personalie dürfte die Ernennung von Michael Mollath zum Leiter des Digital Office der Deutschen Messe sein. Mollath berichtet direkt an Vorstandschef Wolfram von Fritsch. Vor seinem Messe-Einstieg war Mollath bei der BertelsmannTochter Arvato Financial Solutions, bei Hagebau.de und der Otto Group sowie der Deutschen Telekom, Ticket Online und der Handelskette E. Breuninger tätig.