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Cross-Blockchain, CDO von Credit Suisse, Watch out: Riskmethods, VW & Google, Baidu & Amazon

CROSS-BLOCKCHAIN

FUJITSU ARBEITET AN DER VERBINDUNG UNTERSCHIEDLICHER BLOCKCHAINS

DER JAPANISCHE TECHNOLOGIEKONZERN FUJITSU HAT EINE SOGENANNTE CONNECTION-CHAIN ENTWICKELT, eine Erweiterung der Smart Contracts, um verschiedene Blockchains miteinander zu verbinden. Bislang sorgen Smart Contracts für die dezentrale Ausführung von Verträgen, beispielsweise über den Plattformanbieter Ethereum. Mit Hilfe der nun erweiterten Smart Contracts könnten verschiedene Transaktionen miteinander synchronisiert werden. Die von Fujitsu entwickelte Connection-Chain würde dann gewissermaßen als Brücke zwischen verschiedenen Blockchains fungieren. Betreiber von Onlineshops könnten verschiedene Kryptowährungen als Bezahlmittel zulassen, weil sich diese synchron steuern ließen. Nach Angaben des Technologiekonzerns seien für 2018 weitere Anwendungsmöglichkeiten geplant, um beispielsweise den Austausch hochsensibler Daten zwischen Unternehmen zu forcieren.


WATCH OUT:

RISKMETHODS

Schwachstellen in der gesamten Lieferkette erkennen, bewerten und steuern: Das Münchner Start-up Riskmethods bietet eine SaaS-Lösung, mit der sich Unternehmen vor Umsatzeinbußen, Produktionsausfällen und Reputationsschäden schützen können. Aktuell arbeiten rund 100 Mitarbeiter an drei Standorten: München (Deutschland), Boston (Vereinigte Staaten) und Breslau (Polen). Das Jungunternehmen wurde Ende 2012 vom Ex-Siemens- und -IBM-Mann Rolf Zimmer sowie dem ehemaligen Deutschbanker Heiko Schwarz gegründet. Corporate-Venturing- bzw. Direktbeteiligungen kommen für die Unternehmer nicht in Frage, sie sind ausschließlich Investoren- finanziert. Neben den Altinvestoren Bayern Kapital, Senovo und Point Nine Capital hat sich mittlerweile auch EQT Ventures als neuer Investor am Unternehmen beteiligt.


CHIEF DIGITAL OFFICER

EHEMALIGER DIGITALCHEF DER CREDIT SUISSE GRÜNDET FINTECH

Marco Abele, bis Ende 2016 Digitalchef des Schweizer Bankhauses Credit Suisse, hat ein eigenes Unternehmen gegründet. Nach Angaben des Schweizer Nachrichtenportals finews.ch bietet seine Firma Tend mit Sitz in Zug ab Anfang 2018 Erlebnisse der Luxusklasse – als Wertanlage. Nutzer können dann einen Pianisten zu seiner Probe begleiten oder ein seltenes Auto Probe fahren. Das Start-up setzt dafür auf Kryptotechnologie: Plattformnutzer bezahlen die Erlebnisse mit Token, als Basis dafür soll die Ethereum-Blockchain dienen. Die Token weisen dabei kein Verfallsdatum auf und gewinnen – parallel mit den zugrunde liegenden Autos oder Kunstgegenständen – an Wert. Tend wolle die Werte nicht selber besitzen, sondern etwa mit Auktionshäusern und Autohändlern zusammenarbeiten.


QUANTENCOMPUTER

VOLKSWAGEN UND GOOGLE KOOPERIEREN

Volkswagen setzt auf Quantencomputer, und Google soll helfen, das dafür notwendige Technologie- Know-how aufzubauen: Dies gaben die beiden Konzerne kürzlich bekannt. Demnach haben der deutsche Automobilkonzern und der US-amerikanische Technologiekonzern eine Zusammenarbeit vereinbart. Google stellt seinen Google-Quantencomputer zur Verfügung. Spezialisten aus den Volkswagen-Information-Technology- Centern (IT-Labs) in San Francisco und München werden mit Google-Forschern an Fragen der Verkehrsoptimierung forschen, beispielsweise zu städtischen Verkehrsleitsystemen und E-Ladesäulen, darüber hinaus an der Simulation von Materialstrukturen für Elektrofahrzeug-Batterien sowie an neuen Werkstoffen und maschinellem Lernen im Bereich Künstlicher Intelligenz.


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

BAIDU MACHT AMAZON KONKURRENZ

Mit „Raven H“ bringt der chinesische Suchmaschinengigant Baidu einen intelligenten Home-Assistenten auf den Markt. Im Zuge dessen lanciert Baidu auch zwei Smart-Speaker- Mini-Roboter, „Raven R“ und „Raven Q“. Die drei Produkte sollen die aktuellste KI-Technologie des Konzerns auf dem Smart-Home-Markt verankern und werden vom Start-up Raven Tech produziert. Baidu hatte Raven Tech Anfang 2017 übernommen. Vor allem der Markt für Smart Speaker wächst derzeit gewaltig, mit einem Marktanteil von 68 Prozent dominiert hier bislang das US-Unternehmen Amazon. Baidu setzt in verschiedenen Bereichen auf Künstliche Intelligenz, beispielsweise mit einer Software für selbstfahrende Autos.