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IT-Security fehlt Personal, Chinas M&A-Strategie, Versicherungsbranche, Mobile Payment von Google

FACHKRÄFTEMANGEL

CYBERSECURITY FEHLT PERSONAL

SCHON HEUTE FEHLEN WELTWEIT, SCHÄTZT CISCO, RUND 1 MILLION FACHKRÄFTE IM CYBERSECURITY-BEREICH.Dieser Mangel könnte sich, erwartet Symantec, in den kommenden beiden Jahren sogar auf 1,5 Millionen Fachkräfte ausweiten. Dabei haben nicht zuletzt die E-Mail-Leaks der Demokraten im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl, aber auch zahlreiche Cyberangriffe auf Großunternehmen die Bedeutung von Cybersecurity-Professionals unterstrichen. Diese müssen allerdings sowohl technisches Knowhow im Allgemeinen als auch Cybersecurity-Spezialwissen und unternehmerisches Risikobewusstsein mitbringen – doch zu wenige verfügen über diese Qualifikationen. Besonders in Israel und UK gibt es einen großen Nachfrageüberhang.


WATCH OUT:

Uptake

Schon 2015, kurz nach der Gründung, hatte es das Predictive- Analytics-Start-up Uptake in die Forbes-Liste der heißesten Start-ups geschafft. Das von Groupon-Gründer Brad Keywell gegründete Unternehmen hat nun eine weitere Kapitalspritze erhalten und wird mit rund 2 Milliarden US-Dollar bewertet. Der VC-Investor Revolution Growth investierte im Januar 40 Millionen US-Dollar. Uptake, das unter anderem eng mit Caterpillar zusammenarbeitet, liest für Industrieunternehmen Maschinendaten aus, um diese beispielsweise für Vorhersagen und lernende Maschinen zu nutzen. So könnten Industrieunternehmen von den digitalen Möglichkeiten profitieren, auch ohne das notwendige IT-Wissen an Bord zu haben.


M&A-STRATEGIE

DÄMPFER FÜR CHINAS TECHEINKAUFSTOUR

Die Einkaufstour chinesischer Investoren bei westlichen Industrieunternehmen gerät offenbar ins Stocken. So hat sich 2016 zwar das Volumen chinesischer Direktinvestitionen in Europa und Nordamerika gegenüber dem Vorjahr etwa verdoppelt. Doch 94,2 Milliarden US-Dollar Direktinvestitionen stehen stornierte Investitionen im Umfang von rund 74 Milliarden US-Dollar entgegen, schreibt die Wirtschaftskanzlei Baker McKenzie. Auch in diesem Jahr könnten die chinesischen M&A-Strategen weniger erfolgreich sein – obwohl es zahlreiche Targets gibt. Das liegt zum einen an den Bedenken westlicher Staaten, dass sensibles Know-how gen Osten wandern könnte; zum anderen hat China aus Sorge um die Stabilität des Yuan Kapitalverkehrskontrollen erlassen, was den Investitionsfluss bremst. In deutsche Unternehmen wurden 2016 rund 12 Milliarden US-Dollar aus China investiert. Allein auf den Kauf des Roboterherstellers Kuka entfielen 4,6 Milliarden US-Dollar.


DIGITAL FOLLOWER

VERSICHERER HINKEN DER DIGITALREVOLUTION HINTERHER

Zumindest ist das die Eigeneinschätzung der Branchenvertreter. So sehen sich 58 Prozent der Senior- Executives in Versicherungen, die Willis Towers Watson befragt hat, im Vergleich mit anderen Finanzdienstleistern bei der Implementierung neuer Digitaltechnologien hinten. Dabei hinken besonders Lebensversicherer – die auch die geringste Quote von CDOs haben – hinterher. Krankenversicherer hingegen sehen sich vergleichsweise häufig vorne. Aber nur 1 Prozent der weltweit Befragten sieht das eigene Unternehmen deutlich vor der Konkurrenz. Insbesondere regulatorische Barrieren, aber auch die Kundenzurückhaltung und ein spärlicher Kontakt zu den Kunden hemmten die Versicherer in der digitalen Entwicklung.


MOBILE PAYMENT

GOOGLE SCHALTET HANDS FREE AB

Nicht einmal ein Jahr gab Google seiner Payment-App „Hands Free“. Nun wurde die Mobile- Anwendung, die kontaktloses Bezahlen via Handy ermöglichen sollte, eingestellt. Durch eine Verbindung zum Kassensystem und die Verifizierung per Foto sollte Hands Free Bezahlvorgänge mit einem einfachen „Ich zahle mit Google“ ermöglichen – die Hände mussten dafür nicht benutzt werden. Gegen dieses System hatte es jedoch datenschutzrechtliche Bedenken gegeben.