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Geschäftszahlen: IBM verliert, Alphabet, Amazon, Intel und Microsoft gewinnen, Höhenflug bei M&A-Deals im Bereich KI, Chinas Uber sahnt ab

TREIBER: CLOUD & A I

IBM: AI TREIBT UMSATZ, KOMPENSIERT SCHWACHES KERNGESCHÄFT ABER NICHT

DIE IBM-UMSÄTZE MIT SOGENANNTEN COGNITIVE SOLUTIONS, ALSO ANGEBOTEN UM DIE KI-LÖSUNG WATSON, SIND UM 2,1 PROZENT GESTIEGEN. Wie der Konzern mitteilte, haben sich die neuen Geschäftsfelder („strategic imperatives“) insgesamt positiv entwickelt, die größten Posten entfielen auf Analytics mit einem Wachstum von 7 Prozent und Cloud (+33 Prozent). Mit diesen neuen Wachstumsfeldern wurden dem Konzern zufolge in den vergangenen zwölf Monaten 34 Milliarden US-Dollar umgesetzt, was 42 Prozent des gesamten IBM-Umsatzes entspricht. Ungeachtet dessen ist das Unternehmen jedoch noch nicht in der Lage, die rückläufigen Entwicklungen im Kerngeschäft zu kompensieren. So hat IBM im Bereich Server und Systemsoftware 16 Prozent des Umsatzes eingebüßt. Der Bereich Technologie, der größte Umsatzbringer des Unternehmens, schrumpfte um 2,5 Prozent. Im jüngsten Quartal erzielte der Technologiekonzern mit 18 Milliarden US-Dollar insgesamt 2,8 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum (17 Milliarden US-Dollar) – dies war der 20. Umsatzrückgang in Folge.


WATCH OUT:

CASSANTECH

Das Schweizer Start-up Cassantech mit Zweitsitz in Berlin bietet Prognoselösungen für Störfälle von Maschinen, die dabei helfen, den Betrieb von Industrieanlagen zu verbessern. Das SaaS-Produkt „Cassantec Prognostics“ berechnet die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Ereignisse und liefert Erkenntnisse über den Zustand von Assets mit einem expliziten Zeithorizont von Wochen oder Monaten, manchmal auch Jahren. Gefördert wird das 2007 gegründete Unternehmen vom schweizerischen KTI-Programm; es kooperiert nach eigenen Angaben zudem mit Universitäten und Industriepartnern.


TREIBER: CLOUD

ALPHABET, AMAZON, INTEL UND MICROSOFT: STEIGENDE GEWINNE

Alphabet , Amazon, Intel und Microsoft haben ihre aktuellen Zahlen veröffentlicht . Für das erste Quartal 2017 wurden satte Gewinne verkündet, allen voran von Alphabet. Die Konzernmut ter verdiente allein in den ersten drei Monaten des Jahres knapp 5,43 Milliarden US-Dollar, das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch der Onlinehändler Amazon liefert ab, er profitiert neben den Onlineverkäufen vom anhaltenden Wachstum des Cloud-Geschäfts. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 724 Millionen US-Dollar. Die Cloud-Sparte hat auch die Zahlen des Softwareriesen Microsoft getrieben, der ebenfalls zum Jahresauftakt deutliche Geschäftszuwächse verzeichnete. Der Überschuss stieg im ersten Quartal um fast 30 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar. Ähnlich wie beim Tech-Konzern IBM boomt das Cloud-Geschäft , während die Einnahmen in der klassischen PC-Sparte weiter wegbrechen. Der Chiphersteller Intel profitierte vom Ende der rasanten Talfahrt am PC-Markt. Im ersten Quartal 2017 stieg der Gewinn um 45 Prozent auf 2,96 Milliarden US-Dollar.


M&A

HÖHENFLUG BEI M&A-DEALS IM BEREICH AI

Der Wettlauf um AI-Unternehmen ist in einer heißen Phase: Noch nie seit Beginn der M&A-Aktivitäten im Segment der AIUnternehmen gab es so viele Bewegungen wie im ersten Quartal 2017. Das berichtet das Branchenportal CB Insights. Demnach wurden seit Anfang 2012 über 200 junge Tech-Unternehmen, die AI-Algorithmen nutzen, gekauft. Während im ersten Quartal 2012 gerade mal ein Deal getätigt wurde, waren es im ersten Quartal 2017 bereits 34. Hier wurde auch eine der größten Übernahmen seit Beginn des AI-Goldrauschs getätigt: Ford investiert eine Milliarde US-Dollar in das Robotic-Start-up Argo Ai. Auf dem ersten Platz der Tech-Konzerne mit insgesamt elf M&A-Aktivitäten rangiert Google, mit sieben Akquisitionen rangiert Apple auf Platz zwei, Facebook, Intel und Microsoft belegen zusammen den dritten Platz mit jeweils fünf Akquisitionen.


CHINAS UBER

5,5 MILLIARDEN US-DOLLAR: DIDI CHUXING SAMMELT WEITER

Didi Chuxing treibt mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung das internationale Wachstum voran. Der chinesische Mitfahrdienst sammelte 5,5 Milliarden US-Dollar ein, zu den Investoren gehörten unter anderem die Softbank und die Beteiligungsfirma Silver Lake Partners. Nach der Kapitalerhöhung wird Didi nun mit rund 50 Milliarden US-Dollar bewertet und ist damit eines der teuersten Start-up-Unternehmen in der Volksrepublik. Erst im August vergangenen Jahres erwarb das Unternehmen das China- Geschäft von Uber. Vor einem Jahr und vor der Übernahme von Uber China war das Unternehmen die Hälfte wert. Didi entstand 2015 aus der Fusion der Fahrdienste der beiden chinesischen Internetgiganten Alibaba und Tencent.