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Nasa, ABB, Autonome Schiffe, Europäische KI-Strategie, Right – Based on Science

BLOCKCHAIN

NASA WILL ETHEREUM-TECHNOLOGIE IM WELTALL NUTZEN

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Akron im US-Bundesstaat Ohio will die amerikanische Weltraumbehörde Nasa erforschen, wie sie die Blockchain-Technologie für die Kommunikation und Navigation im Weltraum nutzen kann. Dafür erhielt die Forscherin Jin Wei Kocsis laut einer Mitteilung der Universität eine Förderung von 330.000 US-Dollar. Sie arbeitet an einer Technologie, die auf Basis der Ethereum-Blockchain eine dezentralisierte und sichere Netzwerkinfrastruktur entwickeln soll, die sich auch für den Einsatz im Weltraum eignet. Dadurch könnten nach Aussage Wei Kocsis’ unter anderem Umweltgefahren vom Weltraum aus schneller erkannt und vermieden werden. Aber auch andere Aufgaben ließen sich automatisieren. Die Projektförderung ist auf drei Jahre angelegt.


WATCH OUT

RIGHT – BASED ON SCIENCE

„Gerade im Bereich der ‚Nachhaltigkeit‘ gibt es zahlreiche, teils intransparente Scores und Benchmarks“, sagt Hannah Helmke. Deshalb hat die Frankfurterin Ende 2016 gemeinsam mit Sebastian Müller die Firma Right – Based on Science gegründet. Das Unternehmen kombiniert Klima- und Unternehmensdaten und errechnet daraus die „X-Degree-Compatibility“. „Diese Zahl sagt aus, um wie viel Grad Celsius sich die Erde erwärmen würde, wenn alle so wirtschaften würden wie das entsprechende Unternehmen“, erklärt Helmke. Banken und Investmentgesellschaften können diesen Score, der auf „harten“ Zahlen basiert, dann als Vergabekriterium zum Beispiel bei Krediten nutzen. Zudem sollen Konzerne anhand der Daten überprüfen können, ob sie die selbstgesetzten Klimaziele wirklich erreichen. Derzeit arbeiten für das Unternehmen, das sich bewusst gegen einen Investor entschieden hat, sechs Mitarbeiter mit Kompetenzen in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Mathematik, Physik, Rechtswissenschaften und Psychologie.


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

EU-MITGLIEDER UNTERSCHREIBEN KOOPERATIONSVEREINBARUNG

25 der 28 EU-Staaten – darunter Deutschland – haben im April eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Konkurrenzfähigkeit im Bereich Künstliche Intelligenz sicherzustellen. In der Erklärung heißt es unter anderem, dass die Mitgliedsstaaten auf einen „integrierten europäischen Ansatz“ hinarbeiten wollen, um Chancen zu nutzen und Gefahren abwenden zu können. Inwieweit die Vereinbarung dazu führen wird, gegen China bestehen zu können, wird sich zeigen. Denn sie enthält keinerlei ausdrücklich erwähnte Projekte oder Zusagen. Die Volksrepublik hingegen hat ausdrücklich das Ziel ausgegeben, die Nummer eins in Sachen Künstliche Intelligenz zu werden und dafür viel Geld zu investieren.


ROBOTIK

ABB PLANT WEITGEHEND AUTONOME FABRIK

Der schweizerische ABBKonzern will am Unternehmenssitz des vor einem Jahr übernommenen Automationsspezialisten Bernecker & Rainer Industrieelektronik in Linz (Österreich) ein Forschungs- und Entwicklungszentrum bauen. Das hat das Unternehmen im April bekanntgegeben. Demnach soll dort in zwei Jahren ein 35.000 Quadratmeter großer Campus in Betrieb gehen, an dem Maschinen, Roboter und andere Produkte weitgehend autonom hergestellt werden sollen. Insgesamt 100 Millionen Euro will ABB in Linz investieren, ab 2020 sollen insgesamt rund tausend Stellen in Forschung und Entwicklung entstehen. Schon heute investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben jährlich 1,4 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung und beschäftigt in diesem Bereich 30.000 Mitarbeiter.


AUTONOMES FAHREN

SCHON 2020 SOLLEN SCHIFFE SICH SELBST STEUERN

Die norwegische Reederei Wilhelmsen und der Technologiekonzern Kongsberg haben ein Startup gegründet, das sich auf die Entwicklung autonomer Schiffe spezialisiert hat. Noch in diesem Jahr soll das Gemeinschaftsunternehmen damit beginnen, ein für den Betrieb solcher Schiffe notwendiges Kontrollzentrum aufzubauen; 2020 soll der vollautonome Betrieb des ersten Schiffes starten. Die Mitarbeiter des Kontrollzentrums an der Küste sollen dann lediglich eine Überwachungsfunktion ausüben und im Notfall eingreifen können. Schon heute gibt es drei Testgebiete an der norwegischen Küste, in denen Wissenschaftler und Unternehmen Versuche mit autonomen Schiffen durchführen können.