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Volkswagen, Eos, Obo Bettermann, Mehr Sicherheit im IoT, SAP und die Fußball-Nationalelf

DIGITALVORSTAND

VOLKSWAGEN: JUNGWIRTH GEHT ZURÜCK INS SILICON VALLEY

Der bisherige Leiter des Konzernbereichs Digitalisierung bei Volkswagen, Johann „Jay Jay“ Jungwirth, kehrt in die USA zurück. Vom Silicon Valley aus soll Jungwirth die Carsharing- Projekte des Automobilkonzerns voranbringen. Das gehörte zwar bisher auch schon zu seinen Aufgaben. Beobachter sprechen dennoch davon, dass Jungwirth „kaltgestellt“ werden soll. So beansprucht der neue Konzernchef Herbert Diess unter anderem den Bereich Fahrzeug-IT für sich, den bislang Jungwirth leitete. Diess’ Vorgänger Matthias Müller hatte Jungwirth Ende 2015 von Apple abgeworben. Berichten zufolge soll es zuletzt allerdings interne Auseinandersetzungen zwischen Diess, Jungwirth und Strategiechef Thomas Sedran gegeben haben.


STRATEGIE

OBO BETTERMANN GRUNDET DIGITALEINHEIT

Obo Bettermann, ein mittelständischer Hersteller von Elektro- und Gebäudeinstallationstechnik aus Minden, hat in Köln eine Digitaleinheit gegründet. Der neue Standort sei vor allem der schwierigen Suche nach passenden Fachkräften auf dem Land geschuldet, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Bettermann. Neben der Betreuung der digitalen Marketingkanäle der insgesamt 40 Tochtergesellschaften gehört auch die Entwicklung von digitalen Planungswerkzeugen zu den Aufgaben der neuen Abteilung. Mit diesen sollen Elektroinstallateure zum Beispiel den Einsatz der firmeneigenen Produkte vorbereiten und planen können. Auch neue digitale Geschäftsmodelle sind geplant.


INTERNET DER DINGE

FRANKFURTER FORSCHER ENTWICKELN SICHERES IOT-GATEWAY

Ein multifunktionales und nach eigenen Angaben besonders sicheres Internet-der- Dinge(IoT)-Gateway haben Wissenschaftler der Frankfurt University of Applied Sciences entwickelt. Das Projekt „Shield of Things (ShoT)“ der Forschungsgruppe für Netzwerksicherheit, Informationssicherheit und Datenschutz richtet sich nach Angaben der Hochschule vor allem an Unternehmen, die bis dato aus Sicherheitsbedenken auf den Einsatz von IoT-Lösungen verzichtet haben. Das entwickelte Gateway prüft Daten vor der Übertragung in die Cloud darauf, ob diese zum Beispiel weitergegeben werden dürfen oder nicht. Die Kriterien können nach Angaben der Wissenschaf t ler von den Nutzern bel iebig gestaltet werden.


DIGITALVORSTAND

3-D-Druck-Anbieter Eos ernennt Güngör Kara zum CDO

Eos hat Güngör Kara auf den Posten des Chef Digital Officer berufen. Neben der Leitung des Digitalgeschäfts des Gesamtunternehmens ist er weiterhin für die hauseigene Beratungseinheit „Additive Minds“ verantwortlich. Die Einheit soll Kunden und Geschäftspartner „aktiv beim Wissensaufbau und der Implementierung des 3-D-Drucks unterstützen“, heißt es in einer Eos-Mittelung. Langfristiges Ziel ist demnach die vollständige Digitalisierung und Verknüpfung der Fertigungskette von 3-D-Druck-Bauteilen, um die Effizienz deutlich zu steigern. Eos hat seinen Sitz in Krailing bei München und ist auf den industriellen 3-D-Druck von Metallen und Polymeren spezialisiert.


BIG DATA

FUSSBALL-NATIONALELF KOOPERIERT MIT SAP

Wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien kooperiert der Deutsche Fußballbund (DFB) auch in diesem Jahr mit dem Softwarekonzern SAP. Neue Softwarelösungen des baden-württembergischen Unternehmens werten Spiel- und Bewegungsdaten aus. Auf diese Weise sollen sich Bundestrainer Joachim „Jogi“ Löw und seine Mannschaft besser auf die Gegner vorbereiten und die eigenen Stärken und Schwächen erkennen können. Die neuen Lösungen namens „Video Cockpit“ und „Player Dashboard“ stehen der Nationalelf laut SAP während der gerade laufenden Weltmeisterschaft in Russland exklusiv zur Verfügung, bevor sie in der kommenden Saison auch bei Vereinen eingesetzt werden können. Ob die Erkenntnisse zur Leistungssteigerung vom ersten zum zweiten Gruppenspiel der DFB-Elf führten, ist allerdings unklar.