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Eon, Nationale Blockchain-Strategie, Volkswagen, SAP, Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz

DIGITALPOLITIK

BUNDESREGIERUNG ARBEITET AN EINER BLOCKCHAINSTRATEGIE

Die Bundesregierung will eine Strategie zur Nutzung von Distributed- Ledger-Technologien (DLT) erarbeiten. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervor. „DLT haben mehr Potenziale als Kryptowährungen“, heißt es darin unter anderem. Auch wenn sich die Anwendungen der Technologie zum Großteil noch in der Erprobungsphase befänden, teile die Regierung die Auffassung, „dass sich die Distributed-Ledger-Technologie als innovative Technologie etablieren kann“. Sowohl im Verkehrs- als auch im Wirtschaftsministerium gebe es Mitarbeiter, die sich hauptsächlich mit der Technologie befassten, ebenso im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die konkrete Erarbeitung einer Strategie soll noch in diesem Jahr erfolgen. Dazu könnte auch die Anwendung in der Verwaltung gehören. Erst im Sommer hatte die Bundesregierung Eckpunkte einer „Nationalen Strategie“ für Künstliche Intelligenz vorgestellt.


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

AKZEPTANZ VON KI SINKT MIT DEM ALTER

Je älter jemand ist, desto eher lehnt er den Einsatz von Künstlicher Intelligenz ab. So gaben in einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov 70 Prozent der über 65-Jährigen an, dass sie den Einsatz eines Roboters an einer Servicehotline ablehnen. Bei den 18- bis 24-Jährigen hingegen sagten dies nur halb so viele Befragte. Auch bei anderen Einsatzzwecken zeigen sich ähnliche Ergebnisse – wenn auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen kleiner sind. Insgesamt legt die Umfrage nahe, dass viele Menschen in Deutschland vorsichtig und abwartend auf das Thema blicken. Denn knapp die Hälfte der Befragten sagt, dass die Risiken und der Nutzen des KI-Einsatzes im Allgemeinen gleich groß sind. Für jeden Vierten ist das Risiko größer als der Nutzen, für 15 Prozent der Nutzen größer als das Risiko. (Eine längere Nachricht zum Thema finden Sie hier.)


MOBILITÄT

VW investiert 3,5 Milliarden Euro in die Digitale Transformation

Volkswagen hat eine Digitalisierungsoffensive angekündigt. 3,5 Milliarden Euro sollen in den kommenden sieben Jahren investiert werden. Das gab der Wolfsburger Automobilkonzern Ende August bekannt. Ein besonderes Augenmerk bei der digitalen Strategie liegt auf der Software und einer einfacheren IT-Architektur im Auto. Diese soll ab 2020 in der Elektroauto-Familie ID Premiere feiern und unter anderem das VW-eigene Betriebssystem „vw.OS“ beinhalten. Daneben sollen unter der Marke „Volkswagen We“ verschiedene Mobilitätsdienste zusammengefasst werden. 2019 startet der Konzern zudem in Berlin mit einer Flotte von 2.000 Elektroautos ins Carsharing. Auch das Thema autonomes Fahren ist für VW ein wichtiger Baustein der Digitalstrategie – das aber wohl eher auf längere Sicht.


KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

SAP SCHAFFT EINEN ETHIKBEIRAT FÜR DEN UMGANG MIT DER TECHNOLOGIE

Das Sof twareunternehmen SAP hat sich nach eigenen Angaben als erstes europäisches Technologieunternehmen Leitlinien für den ethischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) gegeben. Deren Umsetzung soll durch einen externen Beirat sichergestellt werden, in dem Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Industrie vertreten sind – unter anderem der Ethikprofessor Peter Dabrock sowie der Vorsitzender des Acatech-Kuratoriums Henning Kagermann. Die SAP-Ethikleitlinien umfassen unter anderem Transparenz und Integrität sowie die Beschäftigung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen Künstlicher Intelligenzen. (Lesen Sie zum Thema auch unser Interview mit Carla Hustedt von der Bertelsmann Stiftung.)


DIGITALVORSTAND

EON-CDO HAT JETZT MEHR AUFGABEN

Matthew Timms hat Anfang September neben seiner Position als Chief Digital Officer (CDO) von Eon auch die Rolle des CIO übernommen. A ls Chief Digital and Technology Officer sowie CEO der Tochter Eon Business Services ist er nicht mehr nur für die Digitalstrategie, sondern auch für die IT des Essener Energiekonzerns verantwortlich. Diese Aufgaben lagen zuvor bei Edgar Aschenbrenner, der in Zukunft unter anderem den geplanten Erwerb der RWE-Tochter Innogy vorbereiten soll. Matthew Timms kam im August 2016 als CDO zu Eon, nachdem er bei SAP den Geschäftsbereich Digital Commerce verantwortet und bei verschiedenen Banken digitale Transformationsprozesse geleitet hatte.
Weitere Personalmeldungen finden Sie in Kürze auf der CEDO-Webseite.