Kurz vor knapp

Was vor dem Redaktionsschluss noch reinkam
Bosch, Edge-Computing, Merck und Tencent, Hansgrohe, BASF

Corporate Venturing

BOSCH INVESTIERT IN CHINESISCHES KI-START-UP

Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch hat sich an einem chinesischen Start-up beteiligt, das eine Plattform für Künstliche Intelligenz im Auto bietet. Auto-AI hat sich auf personalisierte Unterhaltung und Informationen rund ums Auto spezialisiert und bietet Dienste zur Parkplatzsuche, Informationen über günstige Tankstellen in Fahrzeugnähe sowie Versicherungsdienstleistungen. Das Start-up ist eine 100-prozentige Tochter des Kartenanbieters Navinfo, der auch eine Minderheitsbeteiligung am deutschen Kartenanbieter Here hält. Während Here Technologies weitestgehend von deutschen Autoherstellern kontrolliert wird, stammen mit Tencent und Didi, Nio Capital und Advantech die Geldgeber bei Auto-AI – abgesehen von Bosch – allesamt aus China oder Taiwan.

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EDGE-COMPUTING

Neues Konsortium entwickelt Standardplattform für Industrie 4.0

Anfang des Jahres haben 18 Unternehmen und Organisationen die Gründung der europäischen Initiative ECCE (Edge Computing Consortium) angekündigt, um die Vernetzung von Fabriken und Maschinen voranzutreiben. Im Fokus steht die Vereinheitlichung unterschiedlicher Edge-Computing- Plattformen für industrielle Anwendungen. Das Industriekonsortium, unter dessen Dach sich unter anderem Bombardier, Huawei, IBM und Kuka zusammengetan haben, soll im zweiten Quartal 2019 offiziell gegründet werden. Die Dringlichkeit, einen Standard zu formulieren, ist hoch, denn Edge- Computing, bei dem Daten direkt in den Netzwerkendpunkten oder nahegelegenen Aggregationselementen verarbeitet werden, gewinnt an Relevanz. Das Konsortium geht davon aus, dass 2025 bis zu 75 Prozent der unternehmensweit entstehenden Daten außerhalb von Rechenzentren oder Cloud-Lösungen generiert und verarbeitet werden. Zum Vergleich: Heute sind es weniger als 20 Prozent.


PLATTFORM ECONOMY

Merck kooperiert mit Tencent

DER PHARMAKONZERN MERCK HAT MITTE JANUAR EINEN KOOPERATIONSVERTRAG MIT DEM CHINESISCHEN INTERNETGIGANTEN TENCENT UNTERZEICHNET. Für Merck steht dabei nach eigenen Angaben die Nutzung Künstlicher Intelligenz zur Entwicklung digitaler Gesundheitsdienste in China im Vordergrund. Tencent ist eines der führenden Internetunternehmen in der Volksrepublik und macht Geschäfte unter anderem mit sozialen Netzwerken, Onlinewerbung und Chat-Diensten. Merck forciert sein China-Geschäft bereits seit längerem über Kooperationen mit einheimischen Tech-Größen, so beispielsweise über die Zusammenarbeit mit dem Handelsgiganten Alibaba. Auch bei der Allianz mit der Tochter Alibaba Health geht es um digitale Gesundheitsdienste.


DIGITALVORSTAND

SEMLING BLEIBT DIGITALVORSTAND BEI HANSGROHE

Frank Semling ist für wei tere fünf Jahre als Vorst and Digital und Arbeitsdirektor beim Schiltacher Armaturen- und Brausenhersteller Hansgrohe bestätigt worden. Der Manager ist seit über 30 Jahren in dem Unternehmen tätig und hatte dort, bevor er 2010 seinen heutigen Posten einnahm, schon verschiedene Führungspositionen inne, darunter Leiter Controlling und Unternehmensplanung, Leiter Unternehmensfunktionen, Geschäftsprozesse und IT sowie stellvertretendes Mitglied des Vorstands. Er ist verantwortlich für Kunden-, Logistik- und Beschaffungsdienstleistungen, HR und IT-Services sowie die Digitale Transformation des Unternehmens.


Chief Digital Officer

WEGNER IST NEUER DIGITALCHEF BEI BASF

Christoph Wegner ist der neue CDO von BASF. In der neu geschaffenen Funktion verantwortet er bei dem Ludwigshafener Chemiekonzern die Bereiche Digitalisierung und IT. Wegner ist bereits seit 1997 für das Unternehmen tätig, zuletzt war er President Supply Chain Operations und Information Services. Die Ernennung von Wegner als Digitalchef ist Teil einer Konzernstrategie, die der neue BASF-Chef Martin Brudermüller vorantreibt. Demnach sollen bis 2022 die Prozesse in mehr als 350 Anlagen weltweit digitalisiert sein.