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Vier Start-ups, die Digitalchefs kennen sollten
Nicht alles können Konzerne selbst entwickeln. Deshalb blicken gerade Digitalchefs immer öfter auf Start-ups, in die sie investieren oder mit denen sie kooperieren können. Wir stellen einige interessante vor.
TEXT: Matthias Schmidt-Stein

LUMINOVO GMBH

FACTS

PARTNERMODELL

eigenfinanziert, offen für Kooperationen

GESCHÄFTSMODELL

bislang reiner Dienstleister, Produkteinführung geplant

BRANCHENFOKUS

Industrie

BEWERTUNG

keine

MANAGEMENT

Sebastian Schaal und Timon Ruban, beide CEO und Gründer

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ABOUT

Zu den wichtigsten Assets seines Unternehmens zählt Luminovo- Mitgründer Sebastian Schaal seine Mitarbeiter. Das ist berechtigt, immerhin hat er größtenteils Absolventen namhafter Hochschulen wie Stanford, Cambridge oder der ETH Zürich für sein Unternehmen begeistern können. „Insbesondere der Bereich Deep Learning entwickelt sich zurzeit sehr schnell“, sagt Schaal. Daher sei es für Unternehmen ratsam, mit Teams zusammenzuarbeiten, die eine Nähe zu jüngsten Forschungsergebnissen haben. 2017 gründete Schaal mit seinem Kommilitonen Timon Ruban das Start-up Luminovo, um Unternehmen End-to-End-Lösungen im Bereich Deep Learning anzubieten. Im Vergleich zur Konkurrenz verfolgt das Start-up nach eigenen Angaben den Ansatz, hybride Lösungen zu implementieren, „in welchen die Technologie und der Mensch weiter gemeinsam in die Tätigkeit eingebunden sind“. Luminovo hat keinen Branchenfokus, sondern bietet seine KI-Entwicklungen über sämtliche Industrien hinweg an.

FORKON GMBH

FACTS

PARTNERMODELL

Privatinvestoren, aber offen für alternative Kooperationsmodelle

GESCHÄFTSMODELL

Software as a Service

BRANCHENFOKUS

Logistik

BEWERTUNG/JÜNGSTE FINANZIERUNG

4,7 Millionen Euro (2018)

MANAGEMENT

Tim Klauke, CEO

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ABOUT

Mit Hilfe von Data Science und Künstlicher Intelligenz Gabelstaplerflotten zu optimieren und so Ressourcen zu sparen – das verspricht Forkon seinen Kunden. Gegründet wurde das KI-Unternehmen im Juni 2017 von Tim Klauke und Nils Herzing. Die erste erfolgreiche Seed-Finanzierungsrunde absolvierten die CEOs dann im September 2018. Klauke überzeugt, auch deshalb, weil er die Branche kennt. Während er neun Jahren in der Intralogistik bei einem Gabelstaplerhersteller tätig war, fragten die Kunden immer wieder nach einer passenden Softwarelösung für die Verwaltung ihrer Gabelstapler- Flotte. Diese Chance wollte er nutzen. So ist Forkon das nach eigenen Angaben einzige Produkt am Markt, das Gabelstapler von verschiedenen Herstellern managen kann. Zudem soll die Software helfen, Prozesse in der Verwaltung der Geräte zu automatisieren.

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ALEXANDER THAMM GMBH

FACTS

PARTNERMODELL

eigenfinanziert, offen für Kooperationen

GESCHÄFTSMODELL

Dienstleistung (KI & Data-Sciene- Beratung sowie Implementierung)

BRANCHENFOKUS

Automotive, Energie, Finanzen

BEWERTUNG

k.A.

MANAGEMENT

Alexander Thamm, CEO

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About

Sein erstes eigenes Unternehmen, ein Internetcafé, gründete Alexander Thamm nach eigenen Angaben neben der Schule. Nach Studium und Freelancertätigkeit als Data- Scientist gründete er 2012 dann sein eigenes Beratungsunternehmen, das genauso heißt wie er und heute etwa 100 Mitarbeiter in Berlin und München beschäftigt. Sie sollen den Kundenunternehmen helfen, aus Daten Mehrwert zu schaffen, vor allem mit Consulting, Implementierung und Schulungen. Daneben wurde auch eine „Data Academy“ gegründet, im Rahmen derer das Unternehmen Seminare zu Machine-Learning, Data-Science und Programmiersprachen anbietet. Die Firma ist komplett eigenfinanziert. „Hierauf sind wir sehr stolz“, sagt Gründer und CEO Thamm. Sein Ziel sei es, Deutschland im Bereich Big Data und Künstliche Intelligenz international wettbewerbsfähig zu machen. Das Unternehmen ist Mitglied im 2018 gegründeten KI-Bundesverband.

WORKAROUND GMBH (PROGLOVE)

FACTS

PARTNERMODELL

Partnerschaften und Kooperationen

GESCHÄFTSMODELL

Hardware & Dienstleistung

BRANCHENFOKUS

Automotive, Logistik

BEWERTUNG/JÜNGSTE FINANZIERUNG

5,5 Millionen Euro (2018)

MANAGEMENT

Andreas König, CEO

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About

Vier Sekunden schneller zu sein, das versprechen die intelligenten Wearables des Münchner Industrie- Start-ups Proglove. In Handschuh- oder Manschettenform kommen die Geräte in der Produktion, Fertigung und der Logistik zum Einsatz. Der intelligente Handschuh ist mit einem Barcode- Scanner bestückt, so können Mitarbeiter Aufträge bestätigen oder Arbeitsschritte dokumentieren. Greifen sie nach einem falschen Teil, werden sie durch optisches, haptisches oder akustisches Feedback gewarnt. Gegründet wurde das Unternehmen 2014 von Thomas Kirchner, Paul Günther, Jonas Girardet und Alexander Grots – nachdem diese bei Intels Ausschreibung „Make It Wearable Challenge“ gewonnen hatten. Heute, nicht einmal fünf Jahre später, hat das Unternehmen an den beiden Standorten München und Chicago rund 130 Mitarbeiter. Zu den bisherigen Investoren gehören Intel Capital, GETTYLAB, DIVC und Bayern Kapital.